Diese Veranstaltung ist eine optionale Ergänzungsveranstaltung zur Vorlesung BGB I: Sie ist keine Pflichtveranstaltung und behandelt keinen neuen oder zusätzlichen Lehrstoff. Gegenstand der Veranstaltung ist der in der jeweiligen Vorlesungswoche behandelte Stoff der Vorlesung BGB I, den wir noch einmal zusammenfassend durchgehen – mit ein paar Beispielen, Kontroll- und Vertiefungsfragen und vielleicht anderen Perspektiven auf das, was Sie in der Vorlesung gehört (und vielleicht schon in einem Lehrbuch nachgelesen) haben.

Die Veranstaltung ersetzt keinesfalls die Vorlesung oder die Arbeitsgemeinschaften im ZIvilrecht. 

Ziel der Veranstaltung ist es, die Studienanfänger in der kontaktarmen Corona-Zeit bei der Nacharbeit im Zivilrecht zu unterstützen. Im Zivilrecht erschließt sich die Bedeutung vieler Normen und Lehrbuchpassagen erst auf den zweiten Blick, und die Erfahrung zeigt, dass Studienanfänger damit ihre Schwierigkeiten haben (der Dozent hatte sie, wenn er auf seinen Studienanfang zurückblickt, auch). 

Die Veranstaltung ist eine reine online-Veranstaltung. Informationen über den Ablauf und die verwendete Plattform (abhängig von der Teilnehmerzahl) erhalten Sie über das Kursmoodle. 

Die nicht nur für Studenten des Schwerpunktbereichs Staats- und Kommunalverwaltung konzipierte Wiederholungs- und Vertiefungsvorlesung behandelt Organisation und Verfahren der gerichtlichen Kontrolle des Verwaltungshandelns in konzentrierter Form. Der Stoff umfasst allgemeines examensrelevantes Grundwissen, denn die Fallfrage verwaltungsrechtlicher Klausuren knüpft traditionell an die Prüfung der Erfolgsaussichten eines Rechtsbehelfs (Widerspruch, Klage) an. Deshalb gehört im Öffentlichen Recht - anders als im Zivil- und Strafrecht - neben der Bewältigung der materiel­len Probleme einer Aufgabenstellung auch die verwaltungsprozessrechtliche Einkleidung der gefundenen Lösung zum obligatorischen Prüfungsstoff (z.B. Polizeirecht: Zulässigkeit einer Fortsetzungsfeststellungsklage, Baurecht: Zulässigkeit eines Normenkontrollantrags, vorläufiger Rechtsschutz gemäß § 80a VwGO gegen eine Baugenehmigung). Kernanliegen der Veranstaltung ist die Vermittlung der notwendigen Sicherheit im Umgang mit prozessrechtlichen Fragestellungen in der Fallbearbeitung.

Die Vorlesung beginnt mit der Stellung der Verwaltungsgerichte innerhalb der fünf Gerichtsbarkeiten der Bundesrepublik Deutschland. Fundamental für das Verständnis der Verwaltungskontrolle durch unabhängige Verwaltungsgerichte ist die historische Entwicklung zum einen von der inneradministrativen Binnen- zur autonomen Gerichtskontrolle und zum anderen vom Enumerationsprinzip zur Generalklausel. Sie geht einher mit der Ausbildung des Systems des subjektiven Rechtsschutzes, das unionsrechtlich immer stärker unter Druck in Richtung auf eine weitere Öffnung des Zugangs zu den Verwaltungsgerichten gerät (u.a. durch umweltrechtliche Verbandsklagen). Im Anschluss an diesen Überblick werden die verfassungs-, menschen- und europarechtlichen Vorgaben für die Ausgestaltung der Verwaltungsgerichtsbarkeit und des Verwaltungsprozessrechts beleuchtet.

Nach einer Betrachtung der Gerichtsorganisation (Instanzenzug und innerer Gerichtsaufbau) steht der Verwaltungsprozess als Ablaufprogramm mit seinen Durchgangsstationen im Fokus (Widerspruchsverfahren, Klage, vorbereitendes Verfahren, mündliche Verhandlung, Urteil, Rechtsmittel). Dabei werden die verwaltungsprozessrechtlichen Verfahrensgrundsätze unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zum Zivilprozessrecht erläutert.

Schließlich wenden wir uns aus der richterlichen Prüfungsperspektive den verschiedenen Klagearten mit ihren spezifischen Sachentscheidungsvoraussetzungen zu (z.B. Klagebefugnis gem. § 42 Abs. 2 VwGO, Vorverfahren gem. § 68 VwGO), nicht ohne typische Klausurfehler von Studenten (Inhalt und Gewichtung der Darstellung) aufzugreifen. Ausführungen zum vorläufigen Rechtsschutz sowie ein kurzer Blick auf die Rechtsmittel(zulassung) runden die Thematik ab.

Die Vorlesung muss leider als reine Online-Veranstaltung über BigBlueBotton durchgeführt werden, da uns mit dem Hörsaal 13 ein Raum mit einem Fassungsvermögen – unter Corona-Bedingungen - von 8 Plätzen (!) zugewiesen worden ist. Daher macht selbst eine Hybrid-Veranstaltung wenig Sinn, zumal die Technik im HS 13 auch noch nicht so weit ist. Wir bitten Sie deshalb, sich auf die Online-Teilnahme technisch vorzubereiten und bei der Veranstaltung auch die Kamera einzuschalten. Denn eine Vorlesung ins „off“ hinein zu halten ist für Dozenten alle andere als erfreulich. Etwas Sichtkontakt sollten wir schon haben.

Weitere Informationen und Materialien unter: www.ingokraft.de


Sehr geehrte Teilnehmende an der Vorlesung Legal Writing,

in Sachsen gilt im November 2020 eine neue Corona-Schutz-Verordnung (abrufbar unter https://www.coronavirus.sachsen.de/download/2020_10_30_SaechsCoronaSchutzVO.pdf).


In dieser Verordnung hat das für den Infektionsschutz zuständige Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt die Entscheidung getroffen, dass die Vorlesungen nicht vom Lockdown betroffen sind, wenn ein Hygienekonzept eingehalten wird, was wir bereits tun.

Die bisherige Corona-Ampel des Rektorats der Universität Leipzig, die etwas anderes vorsieht, bedarf damit wohl einer Überarbeitung.

Die Veranstaltungen am morgigen Dienstag und in den kommenden Wochen werden weiterhin in dem Hybrid-Format stattfinden, die über Moodle getroffene Organisation bleibt vorerst erhalten, bis sich eine neue Lage ergibt bzw. eine ablehnende Reaktion des Rektorats erfolgt ist.

Sie werden schnellstmöglich über Moodle informiert, wenn die Vorlesungen doch nicht mehr in der hybriden Form stattfinden werden.



Titel der Veranstaltung:             Legal Writing

 Art der Veranstaltung:                Vorlesung                                 

Dozent:                                    Prof. Dr. Burkhard Boemke

 Anzahl der Semesterwochenstunden: 2

 Zeit und Ort:                             Dienstag, 09.00 – 11.00 Uhr, HS 13

 Beginn:                                    27.10.2020

 Teilnehmerkreis:                       Studierende ab 3. Semester

 Vorkenntnisse:                         Legal Reading

 Inhalt:                                                  „Legal writing is a type of technical writing used by lawyers, judges, legislators, and others in law to express legal analysis and legal rights and duties“ (https://en.wikipedia.org/wiki/Legal_writing). Die Vorlesung widmet sich dem „juristischen Schreiben“. Sie soll eine Hilfestellung für das Schreiben von Klausuren, Hausarbeiten und Seminararbeiten geben. Die Bedeutung des guten Schreibens wird nicht nur in der Anfangsphase eines Studiums unterschätzt. Studierende glauben häufig, ausreichendes inhaltliches Wissen sei ein Garant für eine gute Leistung und Bewertung; dies ist leider ein Irrglaube. Das vorhandene Wissen muss vielmehr auch adressatengerecht präsentiert werden. Hierbei will die Vorlesung Hilfestellung geben. Zunächst werden die allgemeinen Grundsätze des juristischen Schreibens behandelt. Hierbei wird insbesondere auf Fragen der Logik und des juristischen Argumentierens eingegangen, aber auch allgemein die Nutzung der Sprache im Recht behandelt. Im zweiten Teil werden Besonderheiten der juristischen Falllösung in Klausur und Hausarbeit angesprochen, z. B. die Erfassung von Sachverhalt und Fragestellung sowie der Gutachtenstil vertieft. Der dritte Teil befasst sich mit Besonderheiten der häuslichen Bearbeitung, insbesondere der Seminararbeit. Angesprochen werden u. a. die Ergebnisgestaltung, die Materialrecherche und -nutzung inkl. des wissenschaftlichen Zitierens sowie die Präsentation.

 Literatur:    Ein Vorlesungsskript wird zum Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.


Achtung: Präsenzveranstaltung, deshalb begrenzte Teilnehmerzahl

Raum  SR 426,  Mi 15:00 - 17:00 Uhr, Beginn  11.11.2020

Teilnehmerkreis: Studierende der Rechtswissenschaften ab dem 4. Semester sowie Studierende des Studiengangs Sportwissenschaft bzw. Sportmanagement

Vorkenntnisse: Grundlagenkenntnisse in allen Kernrechtsgebieten

Inhalt: Das Sportrecht ist eine Querschnittsmaterie, welche Berührungspunkte zu allen Rechtsgebieten aufweist. In der Vorlesung erfolgt eine umfassende Einführung in diese Materie. Im Seminar werden Einzelprobleme des Sportrechts abgehandelt. Die Studierenden halten jeweils einen Vortrag, wobei sich eine Diskussion anschließt. Vortragende sollten über Grundkenntnisse in allen Kernrechtsgebieten verfügen. Themen werden in der ersten Veranstaltung bekanntgegeben und entsprechend vergeben. Das Seminar wird am Semesterende geblockt.

Die Veranstaltung behandelt querschnittsartig sog. Zivilrechtliche „Zurechnungsnormen“, die in mannigfachen Erscheinungen für rechtsgeschäftliches, prozessuales und tatsächliches Handeln, aber auch Wissen und Verantwortlichkeiten in einer Person Rechtsfolgen in den Rechtsverhältnissen anderer Personen entfalten. Im Mittelpunkt stehen Stellvertretung, Ermächtigung, Wissenszurechnung, Besitz und Verschuldenszurechnungen. Die Themen werden systematisch und anhand von Fällen dargestellt.

(Konkrete Informationen zur Durchführung der Veranstaltung (live/hybrid) folgen zeitnah.)

Vorlesungsbegleitend wird die Auswahl und Erfassung juristischer Texte - Rechtsnormen, Gerichtsentscheidungen, Verträge (insbes. AGB), Literatur (Lehrbücher, Kommentare und Handbücher, Monographien, Aufsätze), Tatsachenvorbringen (Klausursachverhalte, Parteivortrag), Lesetechniken und -strategien vermittelt. Ziel der Veranstaltung ist es, Studierende dazu zu befähigen, Gesetze, Sachverhalte und Verträge zu verstehen (Auslegung) und juristische Literatur ertragreich zu nutzen. Das Tutorium bereitet zudem durch versch. Übungen gezielt auf die Grundlagenklausur der Vorlesung Legal Reading vor. Für das Tutorium ist grundsätzlich ein Gesetzestext (insbes. BGB) mitzubringen.

Dieser Kurs richtet sich ausschließlich an Doktorandinnen und Doktoranden der Fakultät.

Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren Doktorand*innen strafrechtswissenschaftliche Texte. Die Texte können aktuelle Fragen, aber auch Grundlagen des Strafrechts, philosophische Aspekte, internationale und völkerrechtliche Bezüge sowie kriminologische Gesichtspunkte behandeln.

Ablauf: Doktorand*innen wählen einen Text aus, der mind. 2 Wochen vor der Sitzung - gemeinsam mit einigen Leitfragen - an alle Teilnehmenden versendet wird. Zu Beginn der Sitzung wird der Text kurz vorgestellt, anschließend wird diskutiert. 

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. 

 Die Veranstaltung ist auf 15 TeilnehmerInnen beschränkt. Anmeldungen sind ab dem 16.7. über Moodle möglich.