Die politischen Prozesse in Deutschland werden sowohl durch Entscheidungen auf na­tio­naler, subnationaler und kommunaler Ebene als auch durch die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und die Zugehörigkeit zum Euro-Raum beeinflusst. Vor diesem Hintergrund geht das Seminar auf die wichtigsten politischen Akteure in Deutschland sowie in der EU ein und stellt dabei die Verbindung zwischen nationaler und supranationaler Politik her. Die Teilnehmer*innen sollen durch die Lehrveranstaltung in die Lage versetzt werden, die Funktionslogik und die Determinanten des deutschen Regierungssystems und dessen Einbindung in den europäischen Kontext nachvollziehen zu können.

Das Kolloquium bereitet Lehramtsstudierende auf das mündliche und schriftliche Staats-examen in der Politikwissenschaft vor und orientiert sich am Bedarf der Teilnehmer*innen. Angeboten werden unter anderem die inhaltliche Vorbereitung, die Bearbeitung von Probeaufgaben, die Beratung bei der Formulierung von Thesen und Staatsexamenskonzepten sowie im Zeitmanagement, die Schulung im peer-to-peer-Mentoring und das Durchsprechen typischer Fehlerquellen. Darüber hinaus können die Studierenden ihre Konzepte für die Prüfungen vorstellen und diskutieren. Der mögliche Anwendungsbezug und die interdisziplinäre, fächerverbindende Auswahl von Prüfungsthemen werden ebenso gefördert wie eine wissenschaftlich hochwertige und methodisch fundierte Bearbeitung.

Im 20. Jahrhundert kam es in Deutschland zu mehreren Systemwechseln: Auf das Kaiserreich folgte 1919 die „Weimarer Republik“; nur 14 Jahre später kam es zur Machtübernahme der Nationalsozialisten. Nach dem Ende des „Dritten Reiches“ und dem Zweiten Weltkrieg wurden die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes wurden auch die „Lehren aus Weimar“ berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Seminar mit einem Vergleich von demokratischen und autokratischen Systemen in Deutschland. Außerdem werden anhand ausgewählter Akteure und Institutionen Wege der Pfadabhängigkeit sowie Ansätze des „constitutional engineering“ analysiert. Neben der Empirie wird in die konzeptionellen Grundlagen des Systemvergleichs eingeführt.

Die politischen Prozesse in Deutschland werden sowohl durch Entscheidungen auf na­tio­naler, subnationaler und kommunaler Ebene als auch durch die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und die Zugehörigkeit zum Euro-Raum beeinflusst. Vor diesem Hintergrund geht das Seminar auf die wichtigsten politischen Akteure in Deutschland sowie in der EU ein und stellt dabei die Verbindung zwischen nationaler und supranationaler Politik her. Die Teilnehmer*innen sollen durch die Lehrveranstaltung in die Lage versetzt werden, die Funktionslogik und die Determinanten des deutschen Regierungssystems und dessen Einbindung in den europäischen Kontext nachvollziehen zu können.