Vor zwei Jahren haben Studierende in einem Forschungsseminar mithilfe selbst erhobener narrativer Interviews analysiert, wie politische Alltagsdiskurse gestrickt sind. Die Vorannahme dabei war, dass (fast) niemand unpolitisch ist; das Denken und Sprechen über Politik unterscheidet sich jedoch von dem politischer und politikwissenschaftlicher Expertinnen und Experten. Herausgekommen ist eine ganze Reihe interessanter Narrationen, aus denen sich beispielsweise (aber nicht nur) Konsequenzen für die Politische Bildung ableiten lassen.

Dieses Setting soll diesmal erweitert werden. Die Interviewees sollen Menschen sein, die sich auf kommunaler und/oder Landesebene politisch engagieren, jedoch nicht Politik als Beruf betreiben. So könnte man herausfinden, wie sie politische Probleme diskursiv zwischen Laien und professionellen Expertinnen und Experten vermitteln.

Semester: ST 2019