Die Wahlen zum Europäischen Parlament werden seit jeher als „nachrangig“ charakterisiert, weshalb bereits 1980 der Begriff der „second-order elections“ (Reif/Schmitt) geprägt wurde. Die geringere Bedeutung spiegele sich unter anderem in der im Vergleich zu Wahlen auf der nationalen Ebene niedrigeren Wahlbeteiligung wider. Ein weiterer Forschungsbefund bezieht sich auf die elektoralen Erfolge von euroskeptischen Parteien, wobei die euroskeptischen Positionen in unterschiedlicher Stärke auftreten und aus unterschiedlichen Motiven resultieren. Das Seminar setzt sowohl bei der Partizipation als auch beim Euroskeptizismus an. Zunächst werden einschlägige Konzepte vorgestellt. Anschließend folgt im empirisch-analytischen Teil die Untersuchung von ausgewählten Fallbeispielen. Die Studierenden führen eigenständige Recherchen durch.