p { margin-bottom: 0.21cm; }a:link { }

Ohne Sicherheit keine Entwicklung?


Entwicklungs- und Sicherheitspolitik erfahren mit Beginn der Interventionskriege der 1990er im Irak, Somalia und Ex-Jugoslawien eine veränderte Verknüpfung, die sich nicht nur in Diskursen widerspiegelt, sondern auch in der Arbeitspraxis von zunehmender Relevanz ist. So entstehen bspw. neue Institutionen und Kooperationen, v.a. in Krisenregionen, in denen die internationale Gemeinschaft militärisch interveniert. Gleichzeitig ist diese Verbindung umstritten, und es wird vor einer Instrumentalisierung von Entwicklungszusammenarbeit zugunsten sicherheitspolitischer Ziele gewarnt. Ausgehend von der securitization-Theorie, stehen die Schnittstellen zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik in der Arbeitspraxis im Zentrum des Seminars. Dies soll sowohl anhand politischer Strategien als auch institutioneller Entwicklungen und Vorgehensweisen von deutschen zivilen und militärischen Akteuren in/zu Afghanistan herausgearbeitet werden. Das Ziel besteht darin, zum einen den aktuellen Nexus zwischen Sicherheit und Entwicklung in der (politischen) Praxis auszuarbeiten und diesen unter Rückgriff auf die securitization-Theorie auch erklären zu können. Zum anderen soll dadurch zu kritischen Reflexionen und Diskussionen für die Entwicklungszusammenarbeit angeregt werden.

Semester: ST 2015