Befristete Einigung der VG WORT, KMK und HRK bis 30. September 2017

Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung der Hochschulrektorenkonferenz.

In diesem Seminar sollen einige Grundbegriffe alttestamentlicher Anthropologie untersucht werden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern es so etwas wie ein "hebräisches" Menschenbild gibt und welche unterschiedlichen Akzente die alttestamentlichen Traditionen diesbezüglich erkennen lassen. Das berührt auch das Verhältnis der leiblichen und geistigen Aspekte menschlicher Existenz. Im Unterschied zum monistischen Menschenbild der Moderne charakterisieren die alttestamentlichen Traditionen den Menschen als wesentlich weniger geschlossen und selbstzentriert, was vor allem anhand der Begriffe "Herz", "Lebenskraft" (häufig übersetzt als "Seele") und "Geist/Atem" zum Thema wird.


Das Seminar ist der erste Teil des von der LaborUniversität geförderten Moduls „Orte der Verkündigung - Eine Erkundung topologischer und topografischer Perspektiven" (WiSe 2015/16, SoSe 2016). Es besteht aus einer Vorbereitungsphase (zwei Sitzungen in Leipzig) und einer Blockphase (18.-22.11. in Zingst). In der Vorbereitung werden aktuelle exegetische Debatten zu ausgewählten Texten in Gruppen erarbeitet und diskutiert. Während der Blockphase sollen die Ergebnisse vorgestellt und eigene Thesen ausformuliert werden. Im nächsten Schritt werden die exegetischen Erkenntnisse auf die praktische Arbeit einer Pfarrerin / eines Pfarrers angewendet werden. Dies erfolgt über die Erstellung wissenschaftlicher Predigthilfen sowie kurzer Predigten. In Zingst wird es darüber hinaus die Möglichkeit geben, abendliche Andachten unter der Verwendung der Arbeitsergebnisse in der dortigen evangelischen Kirche zu gestalten und so die Verbindung von Homiletik, Liturgik und Alttestamentlicher Wissenschaft zu erfahren.