Sexualität als ein gleichermaßen intimes und universelles, wertvolles und eigensinniges Thema eröffnet wichtige Perspektiven auf die europäische Geschichte der Neuzeit. Das Seminar bietet eine Einführung in die zentralen Themen und Fragestellungen der Geschichte der Sexualitäten mit einem Fokus auf den deutschsprachigen Raum in der Zeitspanne vom Ende des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts. Inhaltliche Schwerpunkte werden u.a. theoretische Reflexionen zu Sexualität, Geschlecht und Körper, die feministischen und homosexuellen Emanzipationsbewegungen, die Pathologisierung und Kriminalisierung von Sexualität und Geschlecht sowie Fragen der Periodisierung sein. Diese Themen werden wir über Textlektüre und -diskussion und durch die Recherche und Auswertung relevanter Quellen bearbeiten. Bei Interesse können wir gemeinsam eine (fakultative) Exkursion nach Berlin in das Schwule Museum und Archive organisieren. Das Seminar wird auch Raum für die Reflexion von Forschungspraxis in der Geschichte der Sexualitäten und bei Bedarf eigener Forschungsprojekte bieten.

Zwei Veranstaltungen finden in Kooperation mit Verena Triesethau M.A., Doktorandin der Kulturphilosophie, statt.

Literatur
Herzog, Dagmar (2005) Die Politisierung der Lust: Sexualität in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, München: Siedler.

Weitere Lektüre wird über einen Seminarreader zur Verfügung gestellt.

Semester: WT 2018/19