Anhand ausgewählter Beispiele wird die Untergliederung der Kunst- und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraums in der Zeit zwischen der römischen Republik und dem Ende des Imperium Romanum erarbeitet. Der zeitliche Rahmen umfasst damit ungefähr den Horizont zwischen dem 8. Jh. v. Chr. und dem 5. Jh. n. Chr. Nach einer allgemeinen Einführung in die Entwicklung des Imperium Romanum werden unterschiedliche Formen der materiellen Hinterlassenschaft wie Siedlungsstrukturen, Nekropolen, Architekturformen, Bildnisse und Werke der sogenannten Kleinkunst in den Blick genommen. Parallel werden exemplarisch Arbeitsfelder wie historische Topographie und Umwelt, soziale Systeme, soziale und politische Repräsentation, Wirtschaft und Technologie, Kult und Religion, Kommunikation und transkulturelle Prozesse thematisiert. Dadurch kennen die Studierenden sowohl die zentralen methodischen Schwerpunkte archäologischer Forschung als auch die wesentlichen Epochen der römischen Kunst- und Kulturgeschichte. Sie sind in der Lage, prominente Vertreter oder zentrale Gruppen der materiellen Hinterlassenschaft zu erkennen und in Anwendung der fachwissenschaftlich etablierten Terminologie zu benennen und beschreiben.
- Trainer DS: Jörn Lang