Kann man Geschichte schreiben und erforschen, ohne zu vergleichen? Muss der Vergleich immer explizit sein, oder reicht ein impliziter Vergleich? Was sind Vor-und Nachteile des Vergleichs? Das Seminar führt in die vergleichende Kulturgeschichte des Europas des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Vergleich und Kulturtransfer werden als zentrale methodische Instrumentarien in den Mittelpunkt gerückt, die einen Zugang zu wichtigen kulturgeschichtlichen Themen bieten. Der erste Teil des Seminars widmet sich methodischen und analytischen Herausforderungen, die sich einer europäisch vergleichenden Kulturgeschichte stellen. Diese werden dann im zweiten Teil an Hand der Themenfelder Nationalisierung und Transfer von Kulturgütern exemplarisch vertieft. Ziel des Seminars ist es, auf diesem Weg einen kritischen Zugang zu Konzepten von Nation, Kultur und Gesellschaft als zentrale Elemente einer europäisch vergleichenden Kulturgeschichte zu bekommen.


Semester: ST 2021