»Kunst am Bau« ist ein grundlegender Bestandteil im modernen öffentlichen Bauwesen der Bundesrepublik Deutschland. Die gesonderte Festschreibung, dass eine Summe des Bauvorhabens für »künstlerische Beiträge« zum Bau einzusetzen ist, legt aber zugleich die Differenz zwischen Baukörper und künstlerischem Zusatz offen. Welches Verhältnis zwischen architektonischem Körper und plastischen Formen am Bau im Griechenland des 6. und 5. Jhs. v. Chr. bestand, wird anhand ausgewählter Fallbeispiele im Seminar fokussiert. In einer Kombination aus Impulsen von Seiten des Dozierenden, selbstgesteuerten Lernprozessen und Referaten mit strukturierter Diskussion lernen die Studierenden zentrale Bauten des archaischen und klassischen Griechenland und ihren bauplastischen Dekor kennen. Sie sind in der Lage die Entwicklung von architektonischem Baukörper und figürlicher Form nachzuvollziehen und das Verhältnis zwischen beiden Aspekten systematisch zu beschreiben. Dabei eignen sie sich zugleich ein Grundwissen im Bereich der griechischen Mythen und Formen ihrer Darstellung an.


Semester: WiSe 2020/21