Museen waren und werden auch im digitalen Zeitalter Orte von Objekten bleiben. Zugleich sehen sie sich vor der Herausforderung, mit den Objekten in ihrer Obhut auch die in den letzten Jahrzehnten neu entstandenen, digitalen Räume zu besetzen. Öffentlichkeitswirksame Vermittlung findet nicht mehr allein im musealen Raum selbst statt, so dass sich die Frage nach Vermittlungs- und Partizipationsformaten von andauernder Aktualität sind. Im Rahmen der Übung erlangen die Studierenden zunächst die Kenntnis grundlegender digitaler Formate, die Antikenmusen verwenden, um eine breitere Öffentlichkeit auf ihre Objekte und Angebote aufmerksam zu machen und die sie für Bestandsvermittlung nutzen. Diese werden in einem zweiten Schritt auf ausgewählte Objekte des Antikenmuseums Leipzig angewendet. Hierbei lernen Studierenden, wie Objekte einem übergreifenden Horizont zugeordnet und kulturgeschichtlich kontextualisiert werden. Die Kenntnis der Formate und Objektgruppen werden schließlich in einem dritten Schritt zusammengeführt. Die Studierenden entwickeln in der gezielten Nutzung digitaler Kommunikationswege praktische Fertigkeiten, um das Antikenmuseum auch abseits seiner festen Raumordnung als Stätte der öffentlichkeitswirksamen Vermittlung von Archäologie des Mittelmeerraums erfahrbar zu machen.


Semester: WiSe 2020/21