Im digitalen Zeitalter nimmt die Anwendung spezifischer Methoden zur Erstellung dreidimensionaler virtueller Modelle und Räume in den archäologischen Fachdisziplinen einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Bereits während der Ausgrabung kommen z.B. Laserscans oder photogrammetrische Aufnahmen für die archäologische Dokumentation und Analyse von Befunden und Fundstücken zum Einsatz. Für die Präsentation und wissenschaftliche Aufbereitung von Objekten im Museumssektor etablieren sich zunehmend 3D-Animationen (s. bspw. Pergamonaltar). Besonders beliebt ist die virtuelle Rekonstruktion in 3D einzelner Bauten, Stadtareale oder ganzer Städte (s. Forum Romanum, römisches Köln oder Pergamon). Bei Letzteren handelt es sich oft um groß angelegte, längerfristige und aufwendige Projekte, die erst in einer interdisziplinären Zusammenarbeit entstehen. Im Seminar sollen der bisherige Forschungsstand, die Anwendungsbereiche sowie Methoden (Laserscanning/LiDAR, Structure from Motion etc.) anhand von Fallbeispielen vorgestellt und im Einzelnen diskutiert werden.