Präsent sind uns aus Gründen der Überlieferung, Diffamierung und letztlich des größeren Ruhms in der Regel die Bilderwelt des Gewinners, im konkreten Fall von Octavian/ Augustus, wodurch die Seite des Verlierers oft in den Hintergrund rückt. Im Seminar soll daher ein Perspektivwechsel angestrebt werden, um die Rolle des „Verlierers“ Marcus Antonius in den Fokus der Betrachtung zu rücken. Folgende Punkte sollen anhand des Denkmälerbestands (Porträts, Münzen, Bauten etc.) mithilfe der gängigen archäologischen Methoden kritisch hinterfragt werden: Was sagen die archäologischen Quellen über die Person Marcus Antonius und seine Zeit aus? Welches Bild sollte und konnte angesichts der starken augusteischen Färbung vermittelt werden?