Ablehnung, Widerspruch und Leugnung sind unübersehbar Thema, sei es nun als Selbstbeschreibung von Akteur:innen oder als diskutiertes politisches Problem. Anscheinend zunehmend formiert sich individueller oder kollektiver Protest gegen bislang sichere Bastionen wie Medizin, Politik und Recht. Hygiene-Demos, Reichsbürger, Klimawandelleugner –– die Reihe von Beispielen ist derzeit beachtlich und am Wachsen. Demgegenüber formiert sich ein Lager, das sich bspw. auf „die Wissenschaft“ oder „die Vernunft“ beruft, zugleich aber erkennbar irritiert ist von der Grundsätzlichkeit der Einwände gegenüber bislang als unzweifelhaft angesehenen „Fakten“. Das Seminar soll diesen aktuellen Konflikten und Positionen nachgehen, sie empirisch genauer untersuchen und theoretisch-analytisch einordnen. 

Semester: WT 2020/21