
Die Anfänge der Leipziger Gipsabguss-Sammlung sind der Mitte des 19. Jahrhunderts in einer Zeit zu verorten, die von einem regelrechten Abguss-Boom geprägt war. Als akademische Lehr- und Studiensammlung gegründet, dienen die Abgüsse auch heute noch als unentbehrliches Anschauungsmaterial für die archäologische Lehre. Die nach Originalen in den Museen und Sammlungen Europas abgeformten Gipsabgüsse geben Skulpturen, Skulpturengruppen und Reliefwerke im Maßstab 1:1 präzise wieder. Darüber hinaus ermöglichen sie es, die Denkmäler intensiv in ihrer dreidimensionalen, räumlichen Wirkung zu erfassen.
Ziel der Übung ist es, das präzise, sowohl verbale als auch schriftliche Beschreiben antiker Plastik einzuüben. Damit eignen sich die TeilnehmerInnen eine wesentliche methodische Voraussetzung zur historischen Einordnung und kulturgeschichtlichen Interpretation antiker Denkmäler an. Anhand der ausgewählten Gipsabgüsse werden zugleich wesentliche Phänomene und Entwicklungslinien der antiken materiellen Kultur vermittelt. Die Übung knüpft fakultativ an den ersten Veranstaltungsteil des Moduls an, in dem die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen konkret angewendet werden können.