Entwicklung eines mediendidaktischen Modells für den Unterricht mit digitalen Medien

Digitallehre, KS01l, Mittwoch, 17.15 Uhr, wöchentlich, Dr. Thomas Hickfang

Bedingt durch die Mediatisierung und Digitalisierung aller Lebensbereiche kommt der Didaktik, insbesondere der Mediendidaktik, im Bereich der Schulentwicklung eine hervorragende Rolle zu. Um dieser gerecht zu werden, ist es das Ziel des Seminars, den Akteuren des Unterrichts, den Lehrenden und Lernenden, ein didaktisches Modell an die Hand zu geben, das ihnen einen Zugang gewährt, gemeinsam die Widersprüche der sozialen, schulischen und letztendlich der Unterrichtspraxis aufzudecken und diese als Quelle von Veränderung und Entwicklung zu nutzen, insbesondere aus dem Blickwinkel der digitalen Technologien, die konkret als digitale Medien im Unterricht in Erscheinung treten.
Die Modellentwicklung führt, ausgehend von der Tätigkeitstheorie der kulturhistorischen Schule, einschließlich einer auf dieser basierenden Definition des digitalen Mediums, über die Analyse allgemeindidaktischer Theorien, in Bezug auf die Rolle von Medien im Unterricht, hin zu einem mediendidaktischen Modell des expansiven Lernens, im Sinne der Entwicklung neuer Tätigkeitssysteme zur Gestaltung der schulischen und gesellschaftlichen Praxis.
Entscheidend für diese Transformation sind die Bestimmung und die Veränderung der Subjektpositionen der Akteure im Unterrichtsprozess, mit dem Ziel der Entwicklung von Strategien zur Stärkung der Positionen aller Akteure, insbesondere der der Schüler*innen, die als Experten bei der Konstituierung eines gemeinsamen Unterrichtsmediums zum Zuge kommen sollen.