Wahlsysteme übertragen „Stimmenergebnisse (data of votes) in spezifischer Weise (im Falle von Parlamentswahlen) in Mandatsergebnisse (parliamentary seats)“ (Dieter Nohlen). Die unterschiedlichen Verfahren können sich ebenso wie gesellschaftliche Konfliktlinien auf die Struktur des Parteiensystems auswirken. In dem Seminar werden die verschiedenen Wahl- und Parteiensysteme sowie deren wechselseitigen Interdependenzen analysiert: Entstehen durch Mehrheitswahlsysteme wie in Großbritannien, Frankreich und den USA tatsächlich immer Zweiparteiensysteme? Führt ein Verhältniswahlsystem wie in Südafrika und den Niederlanden stets zu „Vielparteiensystemen“ mit einer schwierigen Regierungsbildung? Die empirischen Analysen basieren unter anderem auf Inputbeiträgen der Studierenden.
- Trainer/in: Hendrik Träger