Leila Chammaa ist seit 1990 als Übersetzerin arabischer Literatur ins Deutsche tätig. Ihr Seminar wirft einen kritischen Blick auf den Eindruck der Blumigkeit, den Leser*innen deutscher Übersetzungen aus dem Arabischen immer wieder feststellen und erwarten. Entspricht dieser Eindruck einer besonderen Bildhaftigkeit der arabischen Sprache oder entsteht die Blumigkeit erst im Zuge der Übertragung ins Deutsche? Welche Rolle spielen Klischees und die Orientalismen der Kolonialzeit? Ausgehend von einer kritischen Lektüre deutscher Übersetzungen wendet sich das Seminar im zweiten Schritt den arabischen Originaltexten zu, die mit Augenmerk auf Sprachbildern als Problem und Herausforderung des Übersetzens und des Interpretierens analysiert werden. 

Das Modul (03-ARA-0320) ist durch den Besuch des Seminars und die Erfüllung der dazugehörigen Prüfung abgeschlossen. Der Besuch des Seminars kann jedoch darüber hinaus sinnvoll mit den Veranstaltungen von Kristina Stock (Arabische Sprach- und U¨bersetzungswissenschaft) und/oder Björn Bentlage (Wa?at al-Gurub als Roman und Serie) kombiniert werden, in denen einerseits übersetzungstheoretische Grundlagen vermittelt und andererseits viel Gelegenheit zu arabischer Lektüre und (Arbeits-) Übersetzung gegeben wird. 

Fr 11-14.30 Uhr (14-tägig ab 08.04.2022); Modulzuordnung 03-ARA-0320 und 03-ARA-0520. Evtl. Anrechnungen für andere Module werden in der ersten Sitzung besprochen.

Semester: ST 2022