Der Spätantike haftet häufig der Ruf an, dass sie nicht nur eine Epoche des militärischen, sondern auch des geistigen Niedergangs Roms sei. Demgegenüber entwickelte sich in der Spätantike in der römischen Gesellschaft ein breites Wissen über Medizin und Gesundheit.
Das Seminar will daher einen Einblick in die Gründe dieses – scheinbaren – Widerspruchs geben und dabei verschiedene Faktoren in den Blick nehmen, die diese Entwicklung gefördert haben könnten. Hierzu gehören neben dem individuellen Bewusstsein für Körperhygiene und verschiedene diätetische Ansätze auch das gesellschaftliche Bewusstsein für ‚Umwelt‘, wie z. B. Architektur und Müllentsorgung. Dafür werden in erster Linie antike schriftliche Quellen aber auch archäologische, -botanische und -zoologische Funde mit einbezogen, die das Bild des römischen Alltagslebens noch einmal erheblich erweitern können.
- Trainer/in: Sven-Philipp Brandt
- Trainer/in: Sylvia Kurowsky