Die Analyse des Wahlverhaltens ist ein wichtiger Teil der Politikwissenschaft – einfach formuliert wird gefragt: Wer hat warum wie gewählt? Zu den etablierten Konzepten der internationalen Wahlforschung gehört der mikrosoziologische Ansatz (Campbell et al.). Diesem Ansatz zufolge wird das Wahlverhalten durch die Parteibindung, die Sachthemenorientierung und die Kandidatenbewertung determiniert. Das Seminar fokussiert sich auf die Personen als einen wahlentscheidenden Faktor, wobei sowohl Spitzenkandidatinnen und -kandidaten als auch Bewerberinnen und Bewerber in den Wahlkreisen berücksichtigt werden. An die Konzepte und die einschlägigen empirischen Befunde der deutschen und internationalen Wahlforschung anknüpfend, beschäftigen sich die Studierenden in kleinen Projektgruppen mit konkreten Fallbeispielen und analysieren die Bedeutung der Kandidatinnen und Kandidaten sowie der personenbezogenen Faktoren für die Wahlentscheidung.

Semester: ST 2026