In der Übung zur 3D-Digitalisierung antiker Skulpturen bzw. deren Abgüsse werden über ein Semester die Grundlagen zur Dokumentation und 3D-Visualisierung griechischer Plastik in der Abguss-Sammlung des Antikenmuseums Leipzig vermittelt. Es werden Abgüsse von Objekten aus Athen im Fokus stehen. In der Archäologie haben sich die Visualisierungsmethoden in den letzten 20 Jahren stark verändert und damit einhergehend auch die Forschungsfragen. In der Übung wird zunächst ein Überblick über bildgebende Verfahren generell gegeben, um dadurch ein besseres Verständnis für den modernen Artec Leo Streifenlichtscanner zu entwickeln. Dieser wurde im Rahmen des Toro Farnese Projekts angeschafft und hiermit soll der Umgang mit diesem Gerät an interessierte Studierende weitergegeben werden. Da jedoch nicht allen archäologischen Projekten ein so professionelles Gerät zur Verfügung steht, wird in der Übung auch auf den Gebrauch normaler Handys für die 3D-Visualisierung eingegangen.
Insgesamt soll der vollständige Arbeitsprozess von der Auswahl eines Objekts, über dessen Dokumentation bis hin zum Scan und dem fertigen 3D-Modell (ggf. auch der Veröffentlichung) durchlaufen werden.
Die Übung wird so aufgebaut sein, dass in den ersten Sitzungen zunächst die theoretischen Grundlagen vermittelt werden und anschließend in die Praxis übergegangen wird:
• Einführung in die 3D-Digitalisierung (Entwicklung der Methoden, Überblick zu gängigen Geräten,
Vor-/Nachteile)
• Einblick in das Forschungsprojekt Toro Farnese
• Expert:innenvorträge
• Dokumentation und Praktische Anwendung des 3D-Scanners in der Abguss-Sammlung
• Erstellung von 3D-Modellen mit der Software Artec Studio und per App
• Selbstständige Vorbereitung einer Objektpräsentation
• Präsentation der Ergebnisse
• Zusammenfassung & Evaluation
- Trainer/in: Paula Michalski