Das Antikenmuseum der Universität Leipzig umfasst einen Bestand von etwa 10.000 Objekten aus nahezu allen Regionen des antiken Mittelmeerraums. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die materielle Kultur Griechenlands. Häufig als ›Kunstobjekte‹ angesehen, erhielten Gegenstände wie Trinkgefäße, Terrakottafigurinen oder Marmorbildwerke erst durch ihre Überführung in einen musealen Kontext ihren besonderen Status. In ihrer ursprünglichen Umgebung gehören sie in sehr unterschiedliche Bereiche des Alltags wie städtische Umgebungen mit Häusern, Heiligtümer mit ihren unzähligen Weihgaben bis hin zu Gräbern. Die Kontexte, in denen diese Zeugnisse Verwendung fanden sind zumeist verloren und die fragmentierte Überlieferung erschwert insbesondere einem breiteren Publikum den Zugang zu zahlreichen Themen. Ziel der Übung ist es, Möglichkeiten und Grenzen einer Nutzung solcher musealisierten Objekte für einen inhaltlichen Zugang zum antiken Mittelmeerraum im Rahmen eines universitären Museums zu diskutieren.
Die Studierenden kennen das Spektrum der materiellen Kultur Griechenlands in seiner chronologischen Breite im Antikenmuseum ab den bronzezeitlichen Funden aus der Ägäis. Sie sind in der Lage, ausgewählte Objektgruppen in ihren ursprünglichen, lebensweltlichen Zusammenhang einzuordnen und für ein breiteres Publikum zu erklären.

Semester: WiSe 2024/25