Dozent: Jonas Brückner
Beginn: Mittwoch, 15.10.2025
Uhrzeit: 09:15 - 10:45 Uhr
Ort: Seminarraum S124
Inhalt:
Warum sollte man in einer männlich dominierten Welt und Geschichtsschreibung noch mehr Zeit und Mühe auf die Problembären verwenden? Droht nicht, am Ende doch wieder nur Geschichte über Männer zu schreiben oder neue, subtile Formen männlicher Dominanz zu verfestigen? Mit genau diesen Problemen ringt eine sich als kritisch verstehende Männlichkeitsforschung aus gutem Grund. Ein möglicher Ansatz, diese Herausforderung anzugehen und sich mit Männlichkeiten zu befassen, ist, sie als kulturell variable, androzentrische (Herrschafts-)Praxen sichtbar zu machen und zu verstehen.
Hierfür werden wir uns ein grundsätzliches Verständnis über die Entwicklung von Männlichkeitsforschung und ihrer Konzepte als „Teil einer relationalen Geschlechtergeschichte“ (Martschukat/Stieglitz) verschaffen. Dieses wird im zweiten Schritt anhand von ausgewählten Fallstudien und mit der Diskussion von Quellen aus unterschiedlichen (zeit-)historischen Kontexten und Gattungen vertieft. In einem dritten Teil werden wir gemeinsam Themen und Fragestellungen für eigene Forschungsarbeiten entwickeln.
- Trainer/in: Jonas Brückner
- Trainer/in: Jana Hrach