Dozent: krudebude e.V. (Ansprechpartner: Felix Bielefeld, Patricia Thomas)
Beginn: Freitag, 17.10.2025
Uhrzeit: 09:15 - 10:45 Uhr
Ort: Seminarraum S223
Inhalt:
Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig war und ist ein Ort umkämpfter Deutungen. Der Koloss am Leipziger Horizont ist eines der beliebtesten touristischen Ziele und Aussichtspunkt auf die Stadt, gleichzeitig trifft hier nationalistische Symbolik auf historische Überhöhung und Verklärung – vom mythisch aufgeladenen Ort für NSDAP und Wehrmacht zum Monument der deutsch-sowjetischen Freundschaft bis hin zum Mahnmal für Frieden. Grund genug also für eine kritische Untersuchung des Monuments.
Das Seminar wird durch das Leipziger Kollektiv krudebude geleitet und richtet sich an Studierende, die mit der krudebude die Möglichkeit einer kritischen künstlerischen Intervention am “Völki” ausloten möchten. Ausgehend von einem theoretischen Blick auf Denkmäler und ihre erinnerungspolitische Funktion widmen wir uns aktuellen Diskursen der Denkmalkritik und (künstlerischen) Interventionspraktiken. Auf dieser Basis erarbeiten die Studierenden selbst Konzeptideen, die im Rahmen einer möglichen Intervention vor Ort umgesetzt werden können.
Die krudebude ist ein Kollektiv aus Leipzig mit kunst- und kulturwissenschaftlichem Hintergrund. Nachdem das Kollektiv 9 Jahre lang eine Projektwohnung in Schönefeld bespielte, realisiert die krudebude seit 2023 Kulturprojekte in ganz Leipzig. In seiner künstlerischen Arbeit widmet sich das Kollektiv (stadt-)gesellschaftlichen Themen über den Blick auf persönliche Biografien und Alltagsgeschichte(n).
- Trainer/in: Felix Bielefeld
- Trainer/in: Jana Hrach
- Trainer/in: Patricia Thomas