Unter Kolonialismus verstehen wir ein Verhältnis der Ausbeutung und Unterdrückung herrschender Mächte / Kulturen / Nationen über andere. Historisch assoziiert ist damit das 19. und 20. Jahrhundert; Wirkungen und Nachwirkungen des Kolonialismus prägen bis heute Völker auf allen Kontinenten, auch in Europa, von wo aus die Gewaltausübung meist ausging.
Herrschaft geht immer mit Bildung und Kultur einher, als deren Teil und zugleich Widerpart. Schulen sind Orte der Disziplin und zugleich der Emanzipation. Konflikte zwischen dem Eigenen und dem Fremde durchziehen Literatur und Kunst. Unter Postkolonialität verstehen wir diverse kulturelle Verwerfungen.
Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit einschlägigen Texten zu den kulturellen Ausprägungen und Folgen des Kolonialismus. Es geht um Konzepte und Geschichtsbilder, um Praktiken in Museen und Fragen der Kulturgutaneignung und -rückgabe. Die Lehrveranstaltung problematisiert das Zusammengehen von Kolonialismus und Kultur ausgehend von Texten aus den letzten Jahren.
- Trainer/in: Ulrich Johannes Schneider