Emanzipationsideologien wie die Aufklärung und die Französische Revolution boten Völkern, die traditionell in imperialen Herrschaftsordnungen organisiert gewesen waren, neuen Auftrieb für ihre „Befreiungskämpfe“. Die Idee einer gemeinsamen Nation im Rahmen eines selbstbestimmten Nationalstaates wirkte aber für Imperien und Großreiche, die sich traditionell als Ordnungsinstanzen ersten Ranges verstanden, wie Damoklesschwert im gesamten 19. Jahrhundert. Die Vorlesung thematisiert anhand ausgewählter Beispiele die Interdependenz zwischen diesen divergierenden Entwicklungsansätzen.

Semester: WiSe 2025/26