Warum beschäftigen wir uns fast 60 Jahre nach dem „Tod des Autors“ (Roland Barthes) noch – oder wieder – mit Strategien der Inszenierung von Autorschaft? Was bzw. wer ist überhaupt ein Autor, und welche Funktion übernimmt er im literarischen Diskurs? Handelt es sich um eine neutrale literaturwissenschaftliche Instanz, oder ist der Autor per se männlich zu denken? Wie treten Autorinnen und Autoren medial in Erscheinung, um ihre Autorschaft zu legitimieren und sich im literarischen Feld ihrer Zeit zu positionieren? 

Solche und ähnliche Fragen möchten wir im Seminar anhand prägnanter Beispiele aus der französisch- und italienischsprachigen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart diskutieren. Zur vorbereitenden Lektüre sei dabei empfohlen: Texte zur Theorie der Autorschaft, hrsg. v. Fotis Jannidis u.a., Stuttgart: Reclam 2000.

Semester: SoSe 2026