Das Seminar wird im Rahmen des StiL-Projektes „Leipziger Sammlungsinitiative" fächerübergreifend von den Instituten für Musikwissenschaft und Kunstgeschichte angeboten. Ziel der Lehrveranstaltung ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der Musikikonografie als einem Teilbereich beider Disziplinen. Im Mittelpunkt stehen dabei die wechselseitigen Beziehungen zwischen Musik und bildender Kunst von der Frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert, die in einem kulturgeschichtlichen Überblick vermittelt werden. Behandelt werden Themen wie Instrumentendarstellungen in den unterschiedlichen Kunstgattungen, bildliche Darstellungen auf Musikinstrumenten, Kunstwerke als Zeugnisse historischer Aufführungspraxis, Musiker- und Komponistenportraits sowie Werke der Musik und der bildenden Kunst als einander gegenseitig inspirierende Medien.
Die Seminarteilnehmer/innen erhalten die Möglichkeit, sich in der Sammlung des GRASSI Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig (MIM) eingehend mit originalen Musikinstrumenten zu befassen, um so grundlegende Erkenntnisse über Gestalt und Gestaltung historischer Instrumente zu erhalten. Ebenso werden Kunstwerke aus den Sammlungen der Universität Leipzig als Bildquellen herangezogen und mit den Methoden der Kunstgeschichte ausgewertet werden.
Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, zur interdisziplinären Zusammenarbeit sowie zur Übernahme eines Referats (incl. Hausarbeit) wird vorausgesetzt.