Jede/r Vierte/r in Deutschland leidet an einer psychischen Störung. Dabei zählen Angststörungen, Depressionen, Substanzgebrauchsstörungen, bipolare Störungen und Schizophrenien zu den häufigsten Erkrankungen. Ist man nicht selber betroffen, kennt man häufig Angehörige, Freunde, KommilitonInnen und Bekannte, die psychische Probleme haben. Insbesondere im medizinischen Bereich, wird man häufig mit dem psychischen Leiden von PatientInnen konfrontiert. Häufig stellen dies für Betroffene und Außenstehende überfordernde Situationen dar, in denen nicht gewusst wird, wie adäquat geholfen werden kann. Ein wesentliches Seminarziel besteht darin Vorurteile und Berührungsängste im Umgang mit psychischen Erkrankungen abzubauen. Weiterhin soll die Sicherheit im Erkennen und bei der Hilfe in psychischen Notlagen und Krisen gestärkt werden.

 

Der theoretische Teil des Seminars gibt einen Überblick zu den häufigsten psychischen Störungen und Krisen (gemäß ICD-11 und DSM-V). Es werden grundlegende Kompetenzen vermittelt, um rechtzeitig Probleme und Warnsignale zu erkennen, Zugang zu Betroffenen zu finden und diese angemessen zu unterstützen. 


Im praktischen Teil des Seminars werden die verschiedenen Störungsbilder anhand von Rollenspielen näher beleuchtet. In Gruppenarbeiten und interaktiven Übungen werden Kommunikation und Handlung in Krisensituationen verinnerlicht. 


Semester: ST 2022