Die Lehrveranstaltung widmet sich einem Gebiet, das einen wesentlichen Teil anwaltlicher Praxis ausmacht und im Übrigen vor allem Gegenstand der notariellen Arbeit ist: die vorsorgende Rechtspflege im weiten Sinne. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die verschiedenen Mittel zur Gestaltung privater Rechtsverhältnisse und deren praktischen Einsatz kennen. Es werden die Arbeitsschritte der kautelarjuristischen Praxis von der Informationsgewinnung, über die Ermittlung der bestehenden Regelungsmöglichkeiten und die Entscheidung für eine Regelung bis hin zu den Grundsätzen textlicher Gestaltung und dem vertraglichen Vollzug erarbeitet. Dies geschieht anhand von Fallsituationen aus dem Bürgerlichen Recht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Methodik dieser Arbeitsweise und nicht in der möglichst umfangreichen Vermittlung von Detailwissen. Die Veranstaltung stellt in dieser Zielsetzung eine wichtige Ergänzung zu den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen dar, in denen die Studierenden in der juristischen nachträglichen Durchdringung eines entstandenen Sachverhalts geschult werden. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Bereitschaft zur Mitarbeit erwartet.